Der Islamunterricht in Österreich
Vision versus Realität – Wäre es jetzt nicht an der Zeit, dass sich der Staat nun doch einmischt?
von Aly El Ghoubashy
Der Islamunterricht in Österreich wäre eine gute Möglichkeit für uns Muslime, uns hier in Österreich zu integrieren. Es mag sein, dass die Schüler nur ein oder zwei Stunden Unterricht in der Woche haben, doch kann man in dieser Zeit viel bewegen. Man kann offen sagen, dass wir bis jetzt kaum Ziele erreicht haben, die wir uns seit den 80er-Jahren gesetzt haben.
Die ersten zwanzig Jahre wollte man die Schulen nur mit islamischen Religionslehrern „füllen“. Jedoch mit welcher Art von Lehrern? Man wollte sich eigentlich durch die Anstellung bestimmter Personen nur die Loyalität verschiedener islamischer Vereine „erkaufen“. Erst in den letzten Jahren organisierte man Fortbildungen für die Lehrer durch das islamisch-pädagogische Institut in Wien (IRPA). Das IRPA wurde aufgebaut und Inspektoren angestellt. Das alles klingt zwar recht gut, doch es bleibt sehr fraglich, ob die Qualität des Unterrichts dadurch besser geworden ist. Warum kommt es nun zu keinem Fortschritt? Bevor ich dieses Thema näher erläutere, möchte ich kurz meine bisherigen Erfahrungen als Religionslehrer teilen.